Online-Journalismus kombiniert journalistische Darstellungsformen

(Foto: Knut Kuckel)
(Foto: Knut Kuckel)

Journalisten arbeiten heute crossmedial und multimedial. Die Digitalisierung bietet vielfache Gestaltungsmöglichkeiten. In der Inhalts-Recherche und in der Kommunikation mit Zielgruppen.

Journalismus im digitalen Raum öffnet ein dynamisches Umfeld, das sich ständig weiterentwickelt und neue Formen der Berichterstattung und des Medienkonsums hervorbringt. 

Auf journalistischen Onlineportalen findet man grundsätzlich alle klassischen Darstellungsformen, die einem von der gedruckten Zeitung vertraut sind. Da Leserinnen und Leser Online-Texte aber schneller lesen als Printtexte und Beiträge eher »scannen«, wird im Online-Journalismus in der Regel kürzer und prägnanter formuliert als im klassischen Printjournalismus.

Zusätzlich können Textbeiträge multimedial aufbereitet und ergänzt werden. Der Online-Journalismus vereint somit die Darstellungsformen aus dem Printbereich, dem Hörfunk und dem Fernsehen in einem Medium. Ein kompletter Beitrag kann dann aus Textabschnitten, Videos, Bilderstrecken und Linklisten bestehen. Online-Journalistinnen und -Journalisten müssen auch Konzepte für eine userfreundliche Mikro-Navigation durch ihre multimedialen Beiträge entwickeln.

Im Online-Journalismus ist der Kontakt zur Leserschaft sehr viel stärker als in anderen journalistischen Medien. Die Nutzerinnen und Nutzer bringen sich aktiv ein, konfrontieren Journalistinnen und Journalisten mit ihren Standpunkten, kommentieren Beiträge oder schreiben eigene Leserartikel. Das ist für Online-Redaktionen eine große Herausforderung, da sie nicht mehr die uneingeschränkte Deutungshoheit über ihre Werke haben und auf die Reaktion der User eingehen müssen.

In Newsportalen berechnet eine Software (Algorithmus), welche Themen ein User häufig anklickt. 

Social Media wie Twitter, Facebook, Instagram, TikTok oder Pinterest werden auch von journalistischen Medien genutzt. Wegen der hohen Nutzerzahlen dieser Plattformen kann so die Reichweite einer Online-Redaktion erheblich vergrößert werden. Auch hier spielt die aktive Teilnahme der User eine wesentliche Rolle: Durch ihre Likes und Shares verbreiten sie die journalistischen Inhalte in der Community.

Multimedia-Journalismus wird oft als »Flaggschiff« des digitalen Storytelling bezeichnet. Die handwerkliche Herausforderung besteht darin, multimediale Elemente gezielt und bewusst einzusetzen.

In multimedialen Reportagen oder Analysen können Autorinnen und Autoren die ganze Bandbreite multimedialer Elemente nutzen, um eine spannende Geschichte zu erzählen: Text und Fotos, Audio, (interaktive) Grafiken, Videos, Virtual Reality, 360°-Technik oder Künstliche Intelligenz.

Online-Journalisten benötigen spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit digitalen Medien und Technologien.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Online-Journalismus ein dynamischer und sich ständig weiterentwickelnder Bereich ist, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen bietet. Eine fundierte Ausbildung und praktische Erfahrungen sind wichtig, um in diesem Berufsfeld erfolgreich zu sein. 

Ausbildung und Berufsbild:

  • Online-Journalisten können einen Bachelor-Abschluss in Journalismus oder Medienkommunikation erwerben. 
  • Es gibt auch spezialisierte Studiengänge im Bereich Online-Journalismus, wie z.B. den Bachelorstudiengang Onlinejournalismus an der Hochschule Darmstadt. 
  • Neben dem Studium sind Praktika und Volontariate in Online-Redaktionen wichtig, um praktische Erfahrungen zu sammeln. 
  • Online-Redakteure erstellen Inhalte für das Internet, wobei neben Texten auch multimediale Inhalte wie Videos, Bilder und Grafiken eine wichtige Rolle spielen. 
  • Online-Journalisten können in verschiedenen Bereichen tätig sein, z.B. als Redakteur, Reporter, Social-Media-Manager oder Content-Manager. 

Weblink: Online-Journalismus, Wikipedia

Ich setze mich für Medienvielfalt und Qualitätsjournalismus ein. In meinem Blog dokumentiere ich Erlebnisse, Begegnungen und Beobachtungen aus meinem unmittelbaren Lebensumfeld – persönlich und nah am Geschehen. Mehr unter → Persönliches

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