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Sanierung Marienbergalpe – zum Almsommer solls fertig sein

(Foto: Knut Kuckel)
(Foto: Knut Kuckel)

„Am 30. April haben wir den Hüttenbetrieb auf der Marienberg Alm heuer wieder aufgenommen“, erzählt Hüttenwirt Christian Soraperra. Bis Ende Juni werden auch notwendige Bauarbeiten fertiggestellt sein, erfahren wir von Almobmann Benedikt van Staa.

„Die Außenwände der Hütte sind neu isoliert und verputzt worden, die Terrasse wird größer. Bekommt einen Holzfußboden mit Zaun und wird von einer Natursteinmauer gestützt“, hören wir vom Barwieser Obmann der Agrargemeinschaft Marienbergalpe. „Mit den verbliebenen Steinen bauen wir heute noch eine neue Viehtränke, mit ständigem Wasserzulauf.“ 

Für die Mitglieder der AG Marienbergalpe ist das alles keine einfache Angelegenheit. „Wir investieren viel Geld“, so Benedikt van Staa. „Nach den Sanierungsarbeiten des Jochweges vor zwei Jahren, ist das für uns keine Kleinigkeit.“ Die Marienbergalpe ist wirtschaftlich selbstständig und muss notwendige Mittel weitgehend aus eigener Kraft aufbringen.

Die Terrasse wird mit einem Lärchenholz-Fußboden bedeckt. Aus dem gleichen Holz wird auch der Zaun gebaut. Alles ruht auf fest-gegossenen Fundamenten mit stabiler Hinterfüllung. „Wir werden mit der neuen Terrasse um ca. 40 Quadratmeter mehr Platz für die Gäste der Marienberg Alm haben“, sagt der Almobmann. Für die Erd- und Baggerarbeiten wurde Thomas Kail aus Gschwent engagiert, Christian Maurer aus Mieming-See war für die Fassaden-Isolierung und die Trockenlegung des Hüttenbetriebes verantwortlich. Neu in diesem Zusammenhang ist auch eine Drainage. Die Entwässerung des neuen Terrassenbodens war im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen notwendig.

Alle Restarbeiten werden von den Marienbergalpe-Mitgliedern in Eigenleistung erbracht. Bis Ende des Monats wird alles fertig sein. Der Hüttenbetrieb wird von den Bauarbeiten in keiner Weise beeinträchtigt.

Heute früh (am Samstag), wurde das Vieh aufgetrieben. Ca. 170 Stück Vieh und rund 200 Schafe weiden bis Mitte September auf der Marienberg Alm. (Foto: Knut Kuckel)
Heute früh (am Samstag), wurde das Vieh aufgetrieben. Ca. 170 Stück Vieh und rund 200 Schafe weiden bis Mitte September auf der Marienberg Alm. (Foto: Knut Kuckel)

Wir treffen Patrick Spiecker, den neuen Hirten der Marienbergalpe. An seiner Seite Alt-Hirt Herbert Schuchter, der ihm schon seit Anfang Mai beim Einarbeiten hilft. Patrick kommt aus Serfaus und ist hoch motiviert. „Wir freuen uns alle mit ihm und denken, dass wir eine gute Wahl getroffen haben“, sagt Almchef Benedikt van Staa.

von links: Alt-Almhirt Herbert Schuchter, Almobmann Benedikt van Staa, Almhirt Patrick Spiecker. (Foto: Knut Kuckel)
von links: Alt-Almhirt Herbert Schuchter, Almobmann Benedikt van Staa, Almhirt Patrick Spiecker. (Foto: Knut Kuckel)

Der Almsommer kann jetzt richtig beginnen. Das Hüttenteam mit Julia, Christine und Christian freut sich darauf. „Ohne Weidevieh kommst Du hier nicht so richtig in Stimmung“, hören wir vom Hüttenwirt. Während wir miteinander reden, bucht eine 26-köpfige Wandergruppe eine Übernachtung. Bei der Gelegenheit schauen wir Hüttenwirt Christian Soraperra über die Schulter und stellen fest, der Hüttenbetrieb ist heuer schon gut ausgelastet.

„Viele starten in Ehrwald oder kommen über den Marienbergjochweg bei Biberwier zu uns und sind oft mehrere Tage auf dem Weg. Von der 1623 Meter hoch gelegenen Marienberg Alm erreichen die Wanderer bequem das Lehnberghaus oder das Hölltörl.“

Wer die Marienberg Alm besucht, kann dort jetzt Hut und Anstecknadel erwerben. „Zu einem fairen Preis“, sagt der Hüttenwirt und zeigt uns am geheizten Hüttenofen, was man dafür bekommt. Bei unserem Besuch auf der Marienberg Alm war es gestern regnerisch und für die Jahreszeit noch recht kühl. „Kein Postkartenwetter“, sagt ein enttäuschter Wanderer, der mit seiner neuen Kamera auf ein paar Sonnenstrahlen wartete.

Die Marienberg Alm gehört zur Tiroler Gemeinde Obsteig mit der Hausnummer 303. (Foto: Knut Kuckel)
Die Marienberg Alm gehört zur Tiroler Gemeinde Obsteig mit der Hausnummer 303. (Foto: Knut Kuckel)

Sanierung Marienbergalpe – Bis zum Almsommer soll alles fertig sein (Fotos: Knut Kuckel)

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