Wir empören uns. Das ist Teil unserer Kultur. Für die Opfer von Gewalttaten, zünden die Anständigen Kerzen an. Beten und halten Andacht. Es sind nur Minderheiten. Die Mehrheit schaut kopfschüttelnd zu.
Journalismus muss sich vielfach neu erfinden. Ein Plädoyer für mehr Gemeinwohlorientierung und gegen Reichweite um jeden Preis. Was Journalismus soll, darf oder muss, wird in diesen Zeiten zur demokratierelevanten Größe.
Ein Gradmesser für den Zustand einer Demokratie sind ihre Medien. Ihre Vielfalt und Beschaffenheit entscheiden über die Qualität der demokratischen Öffentlichkeit und den Informationsstand der Bevölkerung.
Eine gespaltene, aufgehetzte Öffentlichkeit, die nur das geboten bekommt, was ihr ohnehin schon glaubt, ein unglaublich ertragreiche Quelle ist. Für Geld. Mit Blick auf die USA ist – wenn sich dieser Gedanke, wie vieler Blödsinn aus den USA, den wir kopieren breit macht, die Demokratie in Gefahr. Aber so weit sind wir noch nicht.





