"Ich bin überzeugter Europäer. Nicht zuletzt deshalb, weil ich oft dort sein durfte, wo Europa tagtäglich gelebt wird." Foto: Knut Kuckel.
"Ich bin überzeugter Europäer. Nicht zuletzt deshalb, weil ich oft dort sein durfte, wo Europa tagtäglich gelebt wird." Foto: Knut Kuckel.

Persönlich

Zuhören, schreiben und erzählen. Darunter Meinungsbeiträge zur gesellschaftspolitischen Debatte und Geschichten von unterwegs, die ein wenig Öffentlichkeit vertragen. Mehr nicht.

Daheim bin ich heute in Garmisch-Partenkirchen, im oberbayerischen Zugspitzland, auch bekannt als das Werdenfelser Land.

Geboren in der Karolingerstadt Prüm, einer ebenso sympathischen wie überschaubaren Stadt in der Westeifel. Aufgewachsen in Worms am Rhein – bekannt als Nibelungen- und/oder Lutherstadt. Als Student war ich Gast auf Zeit in Aachen, jener Stadt, in der sich Kaiser und Könige krönen ließen. Beides blieb mir erspart.

Immerhin – in Aachen begann meine berufliche Laufbahn. Das verbindet mich sehr persönlich mit der Stadt Karls des Großen, in der Oecher Platt gesprochen wird, übrigens ebenso wie man sich in Aachen ganz selbstverständlich auch der Hochtechnologie widmet. Weltruhm erlangte die Brunnenstadt in der „Euregio Maas-Rhein“ darüber hinaus noch mit einem köstlichen Lebkuchengebäck, den „Aachener Printen“.

In meinem vielseitigen Arbeitsleben hatte ich lange Zeit Gelegenheit, als Rundfunkjournalist das Land Hessen kennenzulernen. Beruflich aktiv war ich zu dieser Zeit im hr-Studio Gießen und damit zuständig für die Region Mittelhessen. Gelegen nördlich von Frankfurt am Main. Zur Orientierung für Nicht-Hessen – zu Mittelhessen gehören, neben Gießen, u.a. auch die Städte Wetzlar, Limburg, Friedberg und Marburg. Die Reihenfolge ist ohne Bedeutung und alles andere als repräsentativ.

Zuvor war ich ein paar Jahre lang an der Bergstraße für den Hessischen Rundfunk (hr) unterwegs. Damals noch am Standort Bensheim, der inzwischen nach Darmstadt verlegt wurde.

In den Anfangsjahren der Regionalisierung beim hr wurden die Akzente noch im ländlichen Raum gesetzt, heute haben vermutlich die Metropolen der 21 Landkreise an Anziehungskraft gewonnen.

In Hessen lebt es sich gut. Das waldreiche Land in der Mitte Deutschlands zog schon immer kreative Menschen aus aller Herren Länder an. Hessen sind gastfreundliche Menschen und anderen Kulturen gegenüber sehr aufgeschlossen. Auf die Frage, was mir dazu noch einfällt, antworte ich gerne: „Hessen ist gut für Deutschland.“

In Erinnerung geblieben ist mir, dass in Hessen über 170 Mundarten gesprochen werden.

Menschen, die Hessen nur aus dem Fernsehen kennen, glauben, dass dort überall nur „Frankforderisch“ geredet wird. Zu verdanken ist das sicherlich dem Erfolg des Frankfurter Volkstheaters zu Zeiten von Lia Wöhr, Liesel Christ und Heinz Schenk.

Zweifellos ist es ihrem Erfolg zu verdanken, dass man im außerhessischen Deutschland glaubt, dass alle Hessen auch auf Reisen traditionell einen Äppelwoi-Bembel im Gepäck haben und am allerliebsten Rippchen mit Sauerkraut essen.

Glauben Sie mir, es lohnt sich vor Ort solche Fehleinschätzungen zu korrigieren. Hessen ist auch deshalb immer eine Reise wert.

Viele meiner Lehrjahre habe ich außerhalb Deutschlands verbracht. Zuhause war ich überall dort, wo ich längere Zeit gelebt und gearbeitet habe. Wurzeln geschlagen habe ich vor allem in Belgien und in Österreich.

Ich bin überzeugter Europäer. Nicht zuletzt deshalb, weil ich oft dort sein durfte, wo Europa tagtäglich gelebt wird. Die Europäische Einigung hat uns Frieden, kulturellen und wirtschaftlichen Wohlstand gebracht.

Sich mit Menschen anderer Kulturen auszutauschen, war der erfolgreichste Teil meines Reifeprozesses, der hoffentlich noch lange nicht abgeschlossen ist.

Bevor ich mich für den Beruf des Rundfunkjournalisten entschieden habe, begann meine berufliche Laufbahn als Volontär bei der Aachener Volkszeitung. Dort machte ich noch entfernt Bekanntschaft mit der Technik des Bleisatzes, die auf Johannes Gutenberg (um 1440) zurückgeht. Beim Rundfunk war ich aktiv (und in meinem Zuständigkeitsbereich auch mitgestaltend) am Übergang von analoger zu digitaler Technik beteiligt.

Habe mich immer auch gerne an der Weiterentwicklung des kreativen Programmangebotes beteiligt. Das geht einher mit meinem Engagement in der theoretischen und praktischen Ausbildung für Programm-Mitarbeiter/-Mitarbeiterinnen von ARD und ZDF.

Es ist mir nach wie vor ein Anliegen, Fachwissen weiterzugeben. Weiterhin die Mediendebatte mit zu verfolgen und gelegentlich auch noch daran teilzuhaben. In meinem „Journalismusblog“ möchte ich dazu überwiegend persönliche Beiträge veröffentlichen. Schwerpunktmäßig über Journalismus und die Mediengesellschaft. 

Dabei den Blick nach vorne gerichtet und weniger gerne zurück.

Knut Kuckel. Foto: Journalismusblog
Knut Kuckel. Foto: Journalismusblog

Berufliche Stationen:

Aachener Zeitung (früher: AVZ/Aachener Volkszeitung)
Belgischer Rundfunk (BRF)
Südwestrundfunk (früher: SWR)
Hessischer Rundfunk (hr)

Meine persönlichen Blogs:

Journalismusblog
Knut Kuckel
Grenzgänger #tirolbayern
MiemingerAlmen

Social-Media:

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Journalist im Ruhestand – „Lust auf Zukunft“