Willkommen an Bord – Der „Journalismusblog“ hat ein neues Zuhause
Themen aus "Journalismus und Mediengesellschaft" wechseln vom Journalismusblog in meine persönliche Webpräsenz. Foto: Knut Kuckel

Willkommen an Bord – Der „Journalismusblog“ hat ein neues Zuhause

Die Blogosphäre verändert sich. Nicht wenige Blogs, die sich mit der „Qualität im Journalismus“ beschäftigen, werden aufgegeben oder nicht mehr aktualisiert. Der „Journalismusblog“ widmet sich dagegen weiterhin den Themen „Journalismus und Mediengesellschaft“.

Nur die Web-Adresse hat sich geändert. Alle relevanten Inhalte des Webprojektes „Journalismusblog.de“ wurden inzwischen erfolgreich umgesiedelt. Als Beitragsautor publiziere ich künftig im Web unter meinem Namen → KnutKuckel.de.

Den „Journalismusblog“ gibt es weiterhin als Facebookseite. Meine Facebookseite „Journalismusblog“ ist noch sehr jung, freut sich deshalb immer über ein neues „Gefällt mir“. Danke dafür!

Themen aus "Journalismus und Mediengesellschaft" wechseln vom Journalismusblog in meine persönliche Webpräsenz. Foto: Knut Kuckel
Themen aus „Journalismus und Mediengesellschaft“ wechseln vom Journalismusblog in meine persönliche Webpräsenz. Foto: Knut Kuckel

Meine drei persönlichen Blogs haben konzeptionell eine jeweils klare Ausrichtung:

  • über Journalismus und die Mediengesellschaft schreibe ich unter knutkuckel.de
  • meine „Geschichten am Weg“ werden öffentlich unter geschichtenamweg.de gesammelt und sind ja vielleicht auch einmal Stoff für ein Lesebuch.
  • Erlebnisse aus meinen Begegnungen in Tirol und Bayern schreibe ich auch weiterhin als „Grenzgänger #tirolbayern„.

Diese Neuordnung war seit langem in Planung. Alle Domains, die ich in der Vergangenheit auf- und abgebaut hatte, litten darunter, dass überall etwas zu lesen war, was man mitunter auch woanders lesen konnte. So oder so.

„Warum tust Dir das noch an?“ Das werde ich im Freundes- und Bekanntenkreis – mit Blick auf mein fortgeschrittenes Alter – immer häufiger gefragt. Ja. warum, tue ich mir das an?

Das habe ich in jüngster Zeit mehrfach kommentiert. Ich mag es, bei all meinen Unternehmungen – nicht nur „Luft, Wasser und Sonne“ zu genießen – , sondern auch die ein oder andere Geschichte mitzubringen. Wenn sie fürs Weitererzählen geeignet ist.

Ganz ehrlich? Mein »Journalismusblog« wurde in der Vergangenheit nur noch – mehr oder weniger – halbherzig gepflegt. Beim Übertragen einzelner Beiträge wurde mir das deutlich. Es war jetzt wirklich an der Zeit, die Blogs neu zu strukturieren.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass in der »Blogosphäre« häufiger bedauert wird, dass so viele Blogs – offensichtlich von heute auf morgen – von der Bildfläche verschwinden. Jemand hat das in diesen Tagen unter der Zeile „Wo sind meine Blogs geblieben?“ so oder so ähnlich kommentiert.

Ich finde, dass muss man nicht beklagen. Alles hat seine Zeit. Die Medienlandschaft wandelt sich in rasantem Tempo. Vieles wurde in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit thematisiert, was aus heutiger Sicht schon fast wieder Alltag scheint.

Bevor sich „die Medien“ über Vertrauensverluste bei ihrem Publikum beklagen konnten, ging es in vielen Blogs um eine überwiegend konstruktive Darstellung unterschiedlichster Inhalte. Das wurde spätestens seit „Pegida“ und seither dem häufiger beklagten Ansehensverlust des Journalismus im Einzelnen und der Medienqualität im Besonderen beklagt.

Fast jeder „Blog“ galt ursprünglich als offene, zensurfreie Kommunikationsplattform. Für so ziemlich alles, was unsere Gesellschaft beschäftigt. Diese Rolle könnten die Blogs noch immer spielen, nur wäre es klug, gelegentlich das „Bühnenbild“ aufzufrischen.

Ich klage nicht über das Gute oder Schlechte des „Echtzeitjournalismus'“. Denn wenn wir ehrlich zueinander sind, wollten wir das doch immer. Wir, die Journalistinnen und Journalisten, die für die unterschiedlichsten Medien tätig sind.

Echtzeitjournalismus – setzt alle gewaltig unter Druck. Überzogen formuliert: der perfekte Journalist sollte – ein nachrichtliches Ereignis vorausahnend – schon vor Ort sein und berichten, bevor das Ereignis geschieht. Keine Journalistin, kein Journalist, sollte sich in dieser Art und Weise das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen.

„Die Wahrheit ist immer zumutbar“ – sagte unlängst der ZDF-Fernsehjournalist Claus Kleber, Anchorman des „heute-journals“. Es ging um die öffentliche Debatte nach dem Tod eines achtjährigen Buben in Frankfurt, der mit seiner Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen wurde. Er überlebte die offensichtliche Straftat nicht, die Mutter nur schwer verletzt. Heute diskutieren alle, ob in diesem Zusammenhang, die Herkunft des potentiellen Täters öffentlich gemacht werden darf oder nicht?

Der Deutsche Presserat – warum auch immer – erinnert nämlich in diesem Zusammenhang an den Pressekodex, nur bei begründetem öffentlichen Interesse, dürfe die Nationalität von Straftätern genannt werden.

Claus Kleber dazu im „heute-journal“: „Wir müssen jedes Mal neu bewerten und entscheiden. Am Ende sagen wir diesmal: Ja – im Zweifel sind wir für Berichterstattung. Wir sind Journalisten.“ Damit der Wahrheit verpflichtet.

Das sich der Deutsche Presserat ausgerechnet zur Tat in Frankfurt mahnend zu Wort meldete, stimmt nachdenklich. Andererseits befeuert das, die wieder einmal notwendige Debatte um die Qualität im Journalismus.

Darum wird es in meinen Beiträgen weiterhin gehen. Hier – in diesem scheinbar so sehr persönlichen Umfeld. Gerade deshalb.

Journalisten unterscheiden sich von den Schreibern, die ihnen über Twitter, Facebook, YouTube, Instagram und sonstwo die Arbeit abnehmen möchten, genau aus diesen Gründen.

Wir stehen für die überprüfbare Wahrheit in der Berichterstattung. Spekulationen, Mutmaßungen oder Schmähkommentare gehören dorthin, wo sie sich daheim fühlen. Dürfen sich in Social-Media artikulieren. Dort, wo die Veranstalter schon längst selbst den Überblick verloren haben. Wo die Beliebigkeit anscheinend „fröhliche Urständ feiert“.

Das mag man bedauern, doch ändern wird sich das vorläufig nicht.

Deshalb brauchen wir eine Blogosphäre. Heute umso nötiger als in der Pionierzeit digitaler Informationen.

Allen verunsicherten Bloggerinnen und Bloggern rufe ich zu:

„Macht weiter. Gerade jetzt und heute. Eure persönliche Arbeit war nie so wichtig wie heute.“

Ich werde auch weiter meine Meinung schreiben, hier, in diesem Umfeld, das meinen Namen trägt. Ohne Beeinflussung von außen.

...danke für's WeitersagenFacebookTwitterPinterestWhatsAppEmail
Von
Knut Kuckel
Meine Meinung